3a, 3b und 4a in Losenstein an der Enns

19. - 23. Mai 2003

Losenstein - das einstige Nagelschmiedezentrum Mitteleuropas. Um 1500 gab es rund 200 Meister, 600 Gesellen und 300 Lehrlinge bei einer Bevölkerung von etwa 3.500 Menschen. Jede Woche wurden 4,5 Millionen Nägel geschmiedet!

Oberhalb des Dorfes Losenstein an der Enns, zwischen Steyer und Weyer, steht hoch auf dem Felsen die gleichnamige Burgruine. Sie war einst ein gefürchtetes Raubnest, von dem aus der Wanderer überfallen und ausgeplündert wurde. Die Freiheit musste sodann mit reichlichem Lösegeld erkauft werden.

Da man von dem Felsenschlosse auf die Vorüberziehenden lauerte ("loste"), so erhielt dasselbe im Volksmunde den Namen "Los am Stein", woraus dann Losstein und schließlich Losenstein wurde.

 

Unser  Wochenprogramm

 

Montag, 19. Mai 2003
Vormittag
Anreise nach Losenstein - 3a und 3b reisen mit dem Bus, 4a mit der Bahn. Zu Mittag erreichen wir unser Ziel und machen uns gleich daran, die Zimmer zu beziehen. Besonderen Spaß bereitet uns das Überziehen der Betten, das wir selbst erledigen müssen - Gott sei Dank hat sich dabei niemand etwas gebrochen :-)

Landesjugendheim Losenstein

Nachmittag
Wir machen uns bei schönem Wetter auf zum Nagelschmiedmuseum, wo wir interessante Dinge über die Zunft der Nagelschmiede erfahren. Weiter geht's entlang des Nagelschmiedweges. In der Nagelschmiede darf jeder von uns seinen eigenen Nagel schmieden. 

Wissenswertes zum Nagelschmiedweg

Wieder im Landesjugendheim angekommen, tummeln wir uns auf der Spielwiese vor dem Heim.

Abend
Nach dem Abendessen begeben wir uns auf unsere Zimmer. Manche von uns sind noch immer damit beschäftigt das eigene Bett richtig zu beziehen :-), andere versuchen das eigene Zimmer in einen Partyraum zu verwandeln, andere wiederum sind eifrig damit beschäftigt, jedes Zimmer mindestens einmal besichtigt zu haben....unsere Aufsichtspersonen haben reichlich zu tun :-), aber um 22.00 ist von uns nur noch leises Schnarchen zu hören...

 

Dienstag, 20. Mai 2003
Vormittag
Einige von uns sind bereits um 6.00 Uhr wach. Das Wetter zeigt sich von seiner schlechten Seite und so müssen wir für heute auf den geplanten Ganztagesausflug in den Nationalpark Kalkalpen verzichten. Wir besuchen  das tolle Hallenbad, wo wir großen Spaß haben.

Nachmittag
Das Wetter ist immer noch nicht besser - es regnet! Warm angezogen und mit Regenschutz marschieren wir zum Bahnhof. Nach einer lustigen Bahnfahrt erreichen wir das Ennsmuseum Kastenreith. Dort erfahren wir Interessantes über Flößer, die früher hier gearbeitet haben. Anschließend dürfen wir uns im Gasthaus daneben ein Getränk oder ein Eis kaufen. Es regnet immer noch. Gegen 17.00 Uhr erreichen wir das Landesjugendheim - manche von uns sind von oben bis unten schmutzig, andere ziemlich durchnässt - aber alle von uns haben gute Laune!
Abend
Das Wetter erlaubt es nicht, auf der Wiese zu spielen. So teilen wir uns in drei Gruppen. Die einen turnen im Gymnastiksaal, die anderen bedrucken im Speisesaal ihre mitgebrachten T-shirts mit lustigen Mustern, die dritte Gruppe tanzt und singt im Aufenthaltsraum.

 

Mittwoch, 21. Mai 2003
Vormittag - Nachmittag
Das Wetter ist immer noch nicht viel besser, aber es sieht etwas freundlicher aus.

Wir packen unsere Lunchpakete ein und marschieren wieder zum Bahnhof. Nach kurzer Fahrt erreichen wir unsere 3 Führer, die uns im Nationalpark Kalkalpen betreuen sollten. Wir erfahren vieles über Wald und Natur. Wir essen Holzhackernockerl, die typische Mahlzeit der Holzfäller. Dann marschieren wir durch den Wald. Wir merken selbst gar nicht, wie weit wir marschieren, weil uns die lustigen Waldspiele ganz davon ablenken. Als Abschluss wird ein Feuer gemacht und wir dürfen unsere Äpfel grillen. 

Abend
Nach dem Abendessen kommt ein Zauberer zu uns ins Landesjugendheim und unterhält uns im Gymnastikraum. Das macht großen Spaß. 

 

Donnerstag, 22. Mai 2003
Vormittag
Wir machen einen Rundgang durch den Ort, tummeln uns auf einem Spielplatz und füttern Pferde.

Vor dem Mittagessen gehen wir alle auf unsere Zimmer um die Quizblätter auszufüllen - es gab ein Quiz zum Thema Natur, eines zum Thema Handwerk und eines zum Thema Projektwoche.

Nachmittag

Wieder geht's zum Bahnhof. Wir fahren ins Tal der Feitelmacher. Dort besichtigen wir die traditionellen Werkstätten der Feitelmacher. Jeder von uns darf seinen eigenen Feitel machen.

Wissenswertes zum Tal der Feitelmacher

 

Abend
Nach dem Abendessen können wir uns wieder auf der Wiese austoben - das Wetter ist schön! Um 20.30 Uhr brechen wir mit Fackeln bestückt auf zur Ruine Losenstein. Auf der Ruine genießen wir die Aussicht. Dann marschieren wir im Dunklen mit den Fackeln zurück zum Heim. 

 

Freitag, 23. Mai 2003
Tag der Abreise
Nach dem Frühstück bekommen viele von uns eine Urkunde für besondere Leistungen: Es gibt Auszeichnungen für den Schwimmwettbewerb im Hallenbad,  für das beste Zimmer und für das Quiz, das wir am Vortag ausgefüllt hatten.

Um 10.00 Uhr brechen wir auf, 3a und 3b wieder mit dem Bus, 4a zum Bahnhof.

Zu Mittag können wir dann unseren Mamas und Papas um den Hals fallen!