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Der Nationalpark ist ein Gebiet, in dem die Natur sie selbst sein darf. In dem sie, unberührt von künstlichen Einflüssen, ihren eigenen Gesetzen folgt. In dem sie ist, wie sie ist: sich selbst erhaltend und gestaltend, langsam, rhythmisch, ein dauerndes Kommen und Gehen, ein Ganzes, das aus dem Zusammenhang wirkt, für uns Menschen vielfältig in jeder Beziehung. |
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Vier Gebirgsgruppen Das Reichraminger HintergebirgeIm größten unbesiedelten Waldgebiet der Ostalpen finden wir auch das längste unversehrte Bachsystem mit 170 km2 Einzugsgebiet. Das gesamte Gebiet ist verkarstungsfähig, wegen der generell niedrigen Seehöhe aber nicht so stark gefährdet wie das Sensengebirge. Wunderschöne Laubmischwälder prägen das Bild der Landschaft. In früheren Zeiten wurde das Hintergebirge zur Holzgewinnung unter schwierigsten Bedingungen genutzt. Alte Klausen und verfallene Trittsteige erinnern heute noch daran.
Das Sensengebirge Den nördlichen Vorposten der alpinen Kalkalpen bildet ein Waldgebiet von großer landschaftlicher Schönheit und Unberührtheit. Das Sensengebirge besteht aus Wettersteinkalk und Hauptdolomit auf der Nordseite. Es ist zur Gänze intensiv verkarstet. Romantische dunkle Wälder schützen die dünne Bodenhaut über dem Kalkgestein. Wasser gibt es erst in den Niederungen und Tälern.
Es beherbergt eine Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten, die anderswo schon vom Aussterben bedroht sind. Dieser Unterschied macht sich in zahllosen Unterschieden bemerkbar: In den unterschiedlichen Farben und Formen seiner Lebewesen, den unterschiedlichen Tönen des Waldes, seinen Düften und Geräuschen, den verschiedenartigen Lauten der Tiere, wie dem Zirpen der Grille oder dem knarzenden Schrei des Kolkraben.
Die Haller MauernDie imposante Gipfelkette der Haller Mauern bildet die Grenze zur Steiermark. Das wild zerklüftete Gebirge wurde einst von eiszeitlichen Gletschern gefurcht und ist kaum erschlossen. Wanderwege sind nur spärlich vorhanden. Alles in diesem Lebensraum ist Sinnbild der Langsamkeit. Das Gebirge selbst, das in Jahrmillionen zu dem geworden ist, was es heute ist. Und auch das Kommen und Gehen seiner Lebewesen spiegelt die Gemächlichkeit der Natur wieder.
Das Tote GebirgeAm Warschenek, dem östlichen Teil dieses riesigen Plateaugebirges, breiten sich die größten noch unberührten Lärchen-Zirbenwälder der Ostalpen aus. Das Hochplateau selbst wirkt wie eine Mondlandschaft, eine alpine Wüste. Doch bei näherem Hinsehen wird selbst dieses scheinbar so lebensfeindliche Gebiet von einer Fülle faszinierender Lebewesen bewohnt.
Im wesentlichen Abschnitt zeigt sich das Gebirge wieder grüner und freundlicher. Weitläufige wildromantische Almflächen prägen die Landschaft. Die weite Stille dieser Steinlandschaft lässt alles Lebendige in seltsamem Gegensatz erscheinen. Das Leben als unnachahmliche Erfindung, die sich immer wieder von selbst aufs neue hervorbringt.
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